Prolaktin als Indikator für sexuelle Befriedigung
Das Hormon Prolaktin, welches im Hypophysenvorderlappen produziert wird, ist primär für das Wachstum der Brustdrüse während der Schwangerschaft und für die Laktation im Rahmen der Stillzeit verantwortlich. Klingt im ersten Moment relativ langweilig, ist es aber garnicht. Das besagte Hormon spielt nämlich auch bei der schönsten Nebensache der Welt – Sex - eine interessante Rolle. Nach dem Orgasmus wird sowohl im Körper des Mann als auch im Körper der Frau Prolaktin ausgeschüttet.
Das Prolaktin, welches nach dem Orgasmus ausgeschüttet wird, ist als Ursache für die sexuelle Refraktärphase (Erholungsphase nach dem Orgamus) bekannt. Es hemmt dabei die Wirkung des Neurotransmitters Dopamin, die normalerweise zu einer Erhöhung der sexuellen Erregung führt. Bei männlichen Lebewesen äußert sich die Erholungsphase in der Regel durch eine signifikante Verringerung der Erregbarkeit.
Besonders interessant ist die Tatsache, dass der Prolaktinspiegel nach dem Orgamus Aufschluss über das Ausmaß der sexuellen Befriedigung gibt. Die Menge an Prolaktin, welche beim Orgamus ausgeschüttet wird, verhält sich proportional zu der subjektiv empfundenen geschlechtlichen Befriedigung. Beim Vergleich zwischen der Selbstbefriedigung und dem Sex mit dem Partner fällt der Prolaktinspiegel bzw. die sexuelle Befriedigung bei letzerem um bis zu 400 % höher aus.